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Factsheet: Regeln und Thesen zur Komplexität

Um den Balanceakt zwischen Basis Komplexität und unwirtschaftlicher Komplexität zu meistern, hilft es zu verstehen, wie Komplexität sich einschleicht und wie ihr begegnet werden kann - und natürlich auch, wofür sie gut ist.


Thesen und Faustregeln zur Komplexität im Unternehmen


Im folgenden finden sie eine Liste mit Faustregeln - typischerweise etwas schwarz/ weiss formuliert - die sich in den Jahren der Beschäftigung mit der Komplexität im Unternehmen bestätigt haben. Sie  sollen lediglich als Hinweise dafür  dienen einmal im eigenen Unternehmen genauer daruf zu achten - auch wenn viele Dinge selbstverständlich sind. 

» Alles sollte so einfach wie möglich aber auch so komplex wie nötig sein.

» Jedes Unternehmen braucht eine ihm eigene Basiskomplexität die vom Markt gefordert wird.

»  Basiskomplexität ist nicht reduzierbar, da sie die nötige Komplexität darstellt, die es im Wettbewerb braucht.

»  Basiskomplexität hat auch ihr Gutes. Sie stellt einen nicht zu unterschätzende Eintrittsbarriere für Wettbewerber dar.

»  Es gibt eine von aussen durch vielfältige Weise ins Unternehmen getragen externe Komplexität auf die das Unternehmen ökonomisch reagieren muss um im Markt zu bestehen.

»  Markt im dem das Unternehmen tätig ist hat seinen eigenen Komplexitätstreiber, die sich in ihrer Beschaffenheit und Bedeutung stetig  ändern.

»  Zu hohe, nicht vom Markt geforderte Komplexität, führt zu Kostennachteilen und zur Schwächung der Wettbewerbskraft.

»  Neben den versteckten Konflikten im Unternehmen ist die unnötige Komplexität einer der grössten Margenkiller und Wachstumsverhinderer im Unternehmen.

»  Komplexität schleicht sich sehr häufig aufgrund des fehlenden Bewusstseins und mangelnder ganzheitlicher Sicht der Entscheidungen ein.

»  Komplexität wird im Unternehmen nicht als Produktionsfaktor verstanden, der wie alle anderen Faktoren gemanagt werden muss.

»  In Krisenzeiten führt die oft eingeschlagene Differenzierungsstrategie zu erhöhter Komplexität. Da der Umsatz in dieser Zeit oft zurück geht, ist die Steigerung der Komplexität im Unternehmen überproportional.

» Jede Veränderung im Unternehmen löst eine Kette von nachgelagerten Konsequenzen aus, die den Komplexitätsgrad stark verändern können.

»  Betriebsblindheit und nicht bewältigte oder versteckte Konflikte im Unternehmen sind der ideale Nährboden für unnötige Komplexität.

»  Viele verschiedene isolierte Methodenansätze um Teile des Unternehmens zu optimieren, können häufig zu einer grösseren Komplexität des gesamten Systems führen.

»  In Zeiten einer Krise – intern oder auf Grund einer Rezession- neigen Unternehmen dazu unbewusst ihre Komplexität zu erhöhen. Dies behindert sie nach der Krise wieder durchzustarten.

»  Unternehmen neigen dazu immer komplexer zu werden. Komplexitätsmanagement sollte darum ein kontinuierlicher Prozess sein.

»  Komplexitätswachstum kann nicht durch starre Verhaltensregeln verhindert werden, sondern durch ein klares Wertemanagement, die Unternehmenskultur die Komplexitätsbewusstsein fördert und permanente Aufmerksamkeit.

»  Komplexität ist immer ein Problem des gesamten Unternehmens und muss ganzheitlich angegangen werden. Teiloptimierungen können das Problem unter Umständen verschlimmern.

»  Der Grad der Komplexität ist schwer zu messen aber es ist einfach festzustellen ob und wo Unwirtschaftlichkeiten vorliegen, die zu unnötiger Komplexität geführt haben.

»  Komplexitätsreduktion sollten immer mit externer Unterstützung durchgeführt werden z. B. im Rahmen eines Interimsmanagements oder eines Projektes zur Restrukturierung. (Stichwort Betriebsblindheit, Königreiche, falsche Rücksichtnahmen...)

»  Der Ort, wo eine Entscheidung getroffen wird, die zu mehr Komplexität führt, und der Ort wo die Kosten durch diese Entscheidung verursacht werden ist in der Regel nicht identisch.

»  Komplexität wächst nie linear und nicht nur an einem Ort. Zunehmende Komplexität verringert den Wirkungsgrad des gesamten Betriebes und kann nur durch überproportionales Umsatzwachstum kompensiert werden.

»  Komplexität des Unternehmens und Qualität der Prozesse verhalten sich sehr oft negativ proportional zueinander.


 


checklisteWenn Sie daran interessiert sind die Komplexitätstreiber in Ihrem Unternehmen kennenzulernen, dann nutzen Sie doch unsere Checkliste um ein Gefühl dafür zu bekommen! (.pdf 241 Kb).



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